Meine Kondition wächst. Ich fühle teilweise total lebendig.
Gestern, wieder ein Tag nach der Lymphdrainage, kamen die Schmerzen wieder.
Es fühlt sich an, als würde mein Fuss im Stumpf eingenäht. Die Zehen lassen sich wirklich bewegen - so fühlt es sich an - und die Schmerzen sind immer an der Ferse. Und ja..Natürlich ist der Fuß nicht mehr da. Aber so fühlt es sich an. Erst immer nur kribbeln. Dann Stechen. Dann rammt mir eine Schere in den Fuß. Das alles immer Schubweise.
Teilweise hilft die Spiegeltherapie total gut.
Gestern halfen nur Tabletten.
Am späten Abend war ich mit dem Rollstuhl nochmal unterwegs. Während des Sports bin ich frei von Schmerz. Komme ich zur Ruhe, ist es nicht auszuhalten.
Ich hatte irgendwie gehofft, dass die Schmerzen mal gleich bleiben oder vielleicht sogar weniger.
Andererseits wird durch Lymphdrainage und mein vermehrtes Rumlaufen mit den Stützen, im Stumpf ja auch einiges angeregt. ...
Von den unzähligen Nadeln im Krankenhaus, hab ich teilweise immernoch Verhärtungen in den Venen. ...
Das ziehe ich gerade als Vergleich ran. Wenn winzige Einstiche noch nicht abgeheilt sind, dann darf mein Stumpf auch noch schmerzen....
Und zu guter Letzt muss ich mir dann noch vor Augen führen, dass mir heute genau vor SIEBEN Wochen erst das Bein amputiert wurde. Und schon geht es dem Kopf wieder besser.
Warum schreibe ich das? Ein Einblick in meine Überlebenstaktik. Lässt sich auf alles mögliche anwenden. Also bedient euch und fragt euch warum es euch so geht, wenn es euch schlecht geht. Das darf auch mal sein. Dann wehrt euch nicht dagegen und greift auf das zurück was euch gut tut (Schatzkiste-wer mehr wissen will fragt mich gerne).
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