Wenn man jemandem etwas wegnimmt, hat einer weniger und der andere grundsätzlich mehr als man selbst.
Das Gesetz lernen Menschen in frühster Kindheit.
Grundsätzlich ist das richtig.
Stimmt aber nicht wenn man zum Arzt geht.
Nun... Das letzte Jahr bewies, das Schicksal treibt Schikane mit mir. Manchmal. Etwas.
Meine Dermatologin nimmt mir nämlich etwas weg. Nichts was schlaflose Nächte bereitet, aber es muss sein. Sicher ist sicher.
Und wo genau mag sich das Etwas befinden, fragt sich nun sicher der oder die aufmerksame Leser und Leserine:
Klar, unterm Fuß. Blöd wenn man von jenen nur einen hat und denjenigen im Anschluss auch nicht belasten darf.
Verehrtes Publikum, willkommen zum Liveexperiment. Hier und in Farbe. Ab Mitte Februar geht's los.
Im Klartext heisst das nämlich Rollstuhl fahren. Auf dem Bauch robben. Auf Händen laufen. Ich bin mir noch nicht sicher welcher Weg der auserwählte wird.
Aus dieser Perspektive ist der voraussichtliche 15km Radius ein Traum. Wäre er... Wenn man kann.
Versucht mal auf dem Hacken zu laufen. Drei Meter klappt das. Dann tuts weh.
Alles halb so wild. Nur mal wieder ein kleiner Blick in die Zukunft. Wie sagt man auf aktuellem Jugenddeutsch: alter, voll behindert. Trifft es ziemlich gut.
Also bitte liebe Leute, aufgemerkt!
Fragt mich dann bitte nicht "wie geht's?
Komm rein und setz dich, wie läufts, was geht? Was geht ab- fragt man n amputierten sowieso nicht -, Fußballhymnen möchte ich zudem nicht hören wenn sie mit den Worten beginnen 'steh auf wenn du xx bist'. Wir wollen ja korrekt bleiben.
Stattdessen brauche ich ganz dringend n Kaffeebecherhalter. Ne Sprungschanze um raus und rein zu kommen, Licht am Rollstuhl und n soundmodul für das Feeling.
Und für meine liebste Ehefrau gilt dann wieder :
Das Bild zeigt meinen eigens bearbeiteten Motorradstiefel. Nach vier andere Paare nicht passten, hab ich die alten bearbeitet. Mit Erfolg.
Weitermachen!
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